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Energieausweis

Fragen und Antworten zum Energieausweis

Was ist eigentlich ein Energieausweis?
Der Energieausweis ist mit dem Typenschein für Ihr Auto vergleichbar. Viele interessante Kennwerte Ihres Hauses sind darin enthalten, wie zum Beispiel der zu erwartende Heizenergieverbrauch. Je nach Bundesland sind die Berechnungsmodelle etwas unterschiedlich.

Wer muss einen Energieausweis erstellen lassen?

Bei allen neuen Gebäuden benötigt man einen Energieausweis bereits beim behördlichen Bauverfahren. Auch bei umfassender Sanierung, bei Zu- und auch bei Umbauten ist ein Energieausweis nötig.

Weiters ist ein Energieausweis bei Verkauf, Verpachtung oder Vermietung von Häusern, Wohnungen, Büros oder Betriebsobjekten vorzulegen.

Die Gültigkeitsdauer des Energieausweises beträgt maximal zehn Jahre. Bereits erstellte alte Energieausweise ohne Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) behalten ihre Gültigkeit (bis zu 10 Jahre).

Der Käufer oder Mieter kann Rechte einfordern: Die Vorlage eines Energieausweises vor dem Vertragsabschluss und die Übergabe eines Energieausweises (eine vollständige Kopie ist auch erlaubt) innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss.

Für Einfamilienhäuser ist es zulässig, dass der Ausweisaussteller einen Energieausweis über die Gesamtenergieeffizienz eines vergleichbaren Gebäudes (hinsichtlich Größe, Energieeffizienz, Lage etc.) ausstellt.

 

Wenn es nur um eine Wohnung in einem Haus mit mehreren Wohneinheiten geht reicht es, wenn ein Energieausweis für das gesamte Gebäude vorgelegt wird (gilt auch für Eigentümergemeinschaften).

Was passiert,wenn kein Energieausweis vorgelegt wird?

Laut Energieausweis-Vorlage-Gesetz sind sowohl Vermieter, Verkäufer, aber auch Makler seit 01.12.2012 verpflichtet, in Inseraten den spezifischen Heizwärmebedarf (HWB) und den Gesamtenergieeffizienz-Faktor fGEE) anzugeben (Übergangsrecht: bei Energieausweisen, die vor dem 01.12.2012 erstellt wurden ist die Angabe des HWB ausreichend).

Wenn trotz Verpflichtung kein Energieausweis vorgelegt wird, wird davon ausgegangen, dass die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes dem Alter und der Art des Gebäudes entspricht. Seit Dezember 2012 kann der Käufer oder Mieter jedoch den Energieausweis einklagen oder selbst einen Ausweis erstellen lassen und die Kosten vom Verkäufer oder Vermieter rückfordern (innerhalb von 3 Jahren nach Abschluss).

Ein Entfall der Energieausweisvorlage lässt sich nicht durch einen Vertragspassus ausschließen. Derartige vertragliche Vereinbarungen sind nicht rechtswirksam. Somit dient der Energieausweis rechtlich gesehen dem Schutz des Verkäufers: Wenn kein Energieausweis vorgelegt wird und das Gebäude nicht eine dem Alter und der Art entsprechende Gesamtenergieeffizienz aufweist, kann der Käufer oder Mieter Gewährleistungsansprüche geltend machen (bei Vermietung heißt das in der Praxis Preisminderung, also Reduktion der Miete).

Rechtlich stellt das Versäumnis eine Verwaltungsübertretung dar und kann bei einer Anzeige mit bis zu rund € 1.450,- bestraft werden. 

Was ist der „HWB“?

Der HWB (der spezifische Heizwärmebedarf) ist die Energiekennzahl für Ihr Haus. Dieser wichtigste Kennwert ist in jedem Energieausweis enthalten Der spezifische Heizwärmebedarf ist der gebräuchlichste Vergleichswert, um die thermische Qualität der Gebäudehülle zu beschreiben. Diese Energiekennzahl wird in kWh/m².a angegeben (sprich: Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr). Sie sagt aus, wieviel Energie Ihr Haus pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Raumwärme benötigen würde, wenn es am Referenzstandort stehen würde (also auf Basis eines Referenzklimas, nicht am tatsächlichen Standort). Damit ist dieser Wert zum Vergleich der thermischen Qualität von Häusern sehr gut geeignet. Um den Kennwert auf einen Blick abschätzen zu können wird er neben die farbige Skala in der entsprechende Kategorie gedruckt.

 

Was ist der fGEE?

Dieser Wert vergleicht das Gebäude mit einem Referenzobjekt aus dem Gebäudebestand aus 2007. Es kann somit abgeschätzt werden, ob es sich beim vorliegenden Gebäude um ein energetisch besseres (fGEE < 1) oder energetisch schlechteres  (fGEE > 1) Gebäude handelt. Je höher der fGEE, desto schlechter ist das Gebäude.

Wer erstellt mir einen Energieausweis?

Der Energieausweis muss von einer befugten und qualifizierten Person ausgestellt werden. Wir haben ein Verzeichnis von befugten Ausstellern aufliegen und können auch qualifizierte und befugte Personen aus dem Bundesland Steiermark empfehlen.